Kochen

Ausprobiert: Uncle Ben’s Thai Curry

Hallo, ihr Lieben!

Es gibt sie nicht oft, die Tage, an denen ich Dose oder Glas zücke – aber es gibt sie. Dann nämlich, wenn die Zeit besonders knapp oder die Köchin unübertrefflich faul ist. Beides zusammen war in diesem Fall dafür verantwortlich, dass mir ein lang verschmähtes Glas Thai Curry von Uncle Ben’s in die Hände fiel. Gekauft hatte ich es mal mit der Intention, dass es zwar nicht schmecken, mir einen (extrem) faulen Tag aber mal erleichtern würde. Und ein wenig aufgepeppt, dachte ich, wäre da vielleicht noch etwas rauszuholen; anstatt grausam würde es nur fürchterlich schmecken. Und ich sollte recht behalten.

Der Inhalt des Glases sieht auf den ersten Blick nicht allzu unappetitlich aus, muss ich zugeben. Zumindest von außen kann man in der Curry Mischung Kokosflocken, Möhren, kleine Maiskölbchen und Bambus erahnen. Die Konsistenz ist gewöhnungsbedürftig, recht dick und beinahe musig, weshalb ich mit Milch verlängert habe. Kokosmilch wäre natürlich die bessere Variante gewesen, doch hätte ich die zur Hand gehabt, hätte es keine Fertigmischung gebraucht. Milch tat denselben Zweck sehr gut.
Bevor ich die Mischung erwärmt habe, habe ich eine Zwiebel, etwas Zucchini, Paprika, Zuckerschoten, Champignons und natürlich Hähnchenbrust angebraten. Passte sehr gut dazu und machte aus der recht spartanischen Fertigsoße ein richtiges Gericht.

     

Und was soll ich sagen? Geschmeckt hat es. Es war kein Gourmetessen, auch schmeichelte es nicht den Gaumen oder tat sich durch verschiedene besondere Aromen hervor, aber es schmeckte gut und damit besser, als ich es erwartet hatte. Ich meine sogar, ein kleines Scheibchen Ingwer in meinem Essen gefunden zu haben, welches ich für das leicht scharfe Kitzeln im Rachen verantwortlich mache. Wer es gut scharf mag, könnte noch ein Chilischötchen dazu geben. Ansonsten war die Mischung fein mild, leicht süßlich, das Gemüse nicht totgekocht und geschmacklich ganz gut.

Fazit: Die Uncle Ben’s Thai Curry Soße ist von Grund auf mild, durchaus exotisch und hat eine leichte Süße; erst im Rachen ist eine (äußerst) subtile Schärfe wahrnehmbar. Neben der Grundsoße finden sich Zutaten wie Kokosflocken, gestiftelte Möhren, kleine Maiskölbchen in Stücken und Bambus darin. Lediglich die Konsistenz der Soße überzeugt überhaupt nicht; sie ist breiig und wirkt übermäßig mit Stärke angedickt und sollte unbedingt verlängert werden, z.B. mit Milch oder Kokosmilch. Geschmacklich schmeckt die Mischung überraschend gut, sollte jedoch mit frischen Zutaten (wie gemischtewm Gemüse und Fleich oder Fisch) aufgepeppt werden. Ich würde sie für Tage totaler Kochunlust wieder kaufen.

Liebe Grüße

Das könnte Dir auch gefallen

2 Kommentare

  • Reply
    Verena
    09/01/2018 at

    Diese sog. „Thai Curry Sauce“ ist mit das abscheulichste, was ich je an Fertigprodukt gegessen habe, nie wieder! Künstlicher gehts nicht, absolut nicht zu empfehlen. Ich konnte das Gericht gerade noch mit Kokosmilch und Currypaste retten, was aber nicht Sinn und Zweck der Sache war. Zukünftig mache ich die Soße wieder selbst und lasse die Finger von jeglichen Uncle Bens Fertig-Saucen.

    • Reply
      Jule
      14/01/2018 at

      Hallo Verena,

      mein Geschmack hat sich in der Zwischenzeit auch verändert. Ich esse zum Beispiel schon seit Jahren kein Chinesisch süß-sauer beim Asiaten mehr, was ich damals geliebt habe. Und ein Thai Curry ist beinahe ebenso schnell gemacht, wie ein Glas zu erwärmen. Hast du denn ein Lieblingscurry-Rezept? Herzlichen Dank für deine Meinung!

      Liebe Grüße
      Jule

    Lasst uns einen Kommentar da und wir freuen uns wie wild! :-)