Buchrezension: Kochen! Das Goldene von GU – Rezepte zum Glänzen und Genießen

GU

Hallo, ihr Lieben!

Es ist wie immer turbulent bei mir, weshalb der Blog leider ein wenig zu kurz kommt. Ich muss sagen, ich hab ihn mir einfacher vorgestellt, den Spagat zwischen Mama sein und Bloggerin. Aber die wenige Zeit, die neben Bespielen, Bespaßen und Betüddelung jeglicher Art bleibt verbringe ich nicht selten mit dem Nachholen von Nachtschlaf. Ja, und der Haushalt macht sich leider immer noch nicht von allein. Ganz davon zu schweigen, dass man als Mutter einer Einjährigen auch Kraft und damit einen vollen Kühlschrank braucht. Eigentlich ist der ja die Voraussetzung, dass auch gekocht wird und es an Themen für den Blog nicht mangeln sollte, was es auch nicht tut – aber die Zeit, ihr Lieben, die Zeit … Mir fehlt das Bloggen sehr, deshalb vergeude ich nicht weitere der freigeschaufelten kostbaren Minuten, sondern möchte euch heute ein weiteres Buch empfehlen. Es wurde mir freundlicherweise vom GU Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

… Es ist Gold, was glänzt …

 

Aufmachung des Buches

Gold. Natürlich! Was im Titel so verheißungsvoll angekündigt wird, wird selbstverständlich auch pompös verpackt. Der Einband ist trotz seiner metallenen Optik schlicht gehalten und ohne Schutzumschlag, was dem 672 Seiten starken Wälzer zusätzlich einen lexikaartigen Eindruck verleiht.

Inhalt

Beim Goldenen von GU (Kochen) handelt es sich um eine wohl strukturierte Sammlung von Rezepten, die ausnahmslos bebildert sind. Die Farbfotografien sind appetitlich und die Bildanordnung ist auf das Wesentliche konzentriert.

Um der Flut an Rezepten Herr zu werden, wurden altbewährte Kategorien als Unterteilung gewählt:

* Salate und kalte Vorspeisen,
* Warme Vorspeisen und Snacks,
* Suppen und Eintöpfe,
* Saucen und Tips,
* Kartoffeln, Gemüse und Hülsenfrüchte,
* Nudeln, Reis und Getreide,
* Fleisch, Wild und Geflügel,
* Fisch und Meeresfrüchte,
* Desserts und Süßspeisen,
* Einmachen,

die mit einem Farbfoto und dem Kategorienamen eingeleitet werden. Oben rechts dient ein zum Thema passendes Symbol als Navigator, der den hungrigen Leser schnell zur gewünschten Kategorie blättern lässt.

Zu Beginn jeder Kategorie leitet ein kurzer Tipps-und-Tricks-Teil die eigentlichen Rezepte ein. So gibt der Theorieteil des „Kapitels Nudeln, Reis und Getreide“ Hilfreiches zum Reis kochen, das Thema „Fisch und Meeresfrüchte“ Wissenswertes zu den verschiedenen Fischarten und wie man sie möglichst frisch auf den Tisch bekommt an die Hand. Ein willkommener Zusatz, der für manchen neu, für andere noch einmal nett nachzulesen ist.

Eine Besonderheit des Buches liegt im Rezept-Quick-Finder. Er beginnt auf den ersten Seiten des Buches und ist sämtlichen Rezepten voran gestellt. Untergliedert in die Bereiche

* Kleine Gebrauchsanweisung,
* Für Kochanfänger,
* Schnelle Küche,
* Leichte Küche,
* Vegetarisch,
* Für Kinder,
* Für Gäste,
* Partyküche,
* Mediterran sowie
* Asiatisch,

enthält er eine breit gefächerte Auswahl an Rezepten des Buches, die über wenige Merkmale und Kriterien gefunden werden können. So findet man in jeder Kategorie eine Tabelle, die mit dem Kriterium „Rezept mit“ (zum Beispiel Fleisch, Fisch, Gemüse …) und anschließend der Hauptzutat des Gerichts (jeweils in alphabetischer Reihenfolge) startet. Wünscht man sich beispielsweise ein Fischgericht, da der Vorrat noch eine Dose Thunfisch bereit hält, so gibt der Quickfinder mit den nächsten Tabellenspalten den Namen des möglichen Rezepts, die weiteren benötigten Hauptzutaten sowie Wissenswertes zum Rezept, die Zubereitungszeit und natürlich die Seite im Buch an, auf dem es nachzulesen ist. GU schreibt weiterhin zum Quickfinder:

Wichtig: Der Quickfinder ist nicht als Einkaufsliste gedacht, sondern als Entscheidungshilfe im Sinne von „Das klingt lecker, das könnte ich heute mal kochen!“. Zutaten wie Salz, Pfeffer, Brühe (Instant), Öl, Essig, Semmelbrösel usw. werden Sie in den Zutatenlisten darum nicht finden – die sollten Sie im Vorrat haben.“

Quelle: Das Goldene von GU S. 6

Rezepte

Die Seitenanzahl verrät nur annähernd, wie viele Rezepte hier zusammengetragen wurden – nämlich mehr als 700. Neben Klassikern wie Wiender Schnitzel und Mousse au chocolat sind es vor allem schnelle und raffinierte Gerichte, die in ihm Platz gefunden haben. Die Auswahl ist so vielfältig, dass wohl ein jeder bei der Menüwahl fündig wird und das Buch nicht ohne Weiteres aus den Händen legen kann. Vom gebeizten Lachs, über Carpaccio mit gebratenen Pfifferlingen, Erdbeerrisotto, Aprikosen-Crumble, Reisnudeln mit Wirsing, es gibt beinahe nichts, was es nicht gibt und wenn man meint, ein Gericht bereits zu kennen, so hält die Zutatenliste Überraschendes bereit. Im Falle des eben erwähnten Mousse au chocolat ist es eine Messerspitze Zimt, die den Klassiker noch feiner machen soll. Bereits beim Lesen der Rezepte bekommt man das Gefühl, dass der Titelzusatz „Rezepte zum Glänzen und Genießen“ als dringendes Anliegen jedes Rezepts umgesetzt wurde.

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Ausprobierte Rezepte

Leider fehlen mir hierzu die Bilder, die auf wundersame Weise mit meiner Speicherkarte verschwunden sind. 🙁 (Nachtrag: Da es den Ofenfeta mittlerweile regelmäßig bei uns gibt, kann ich ein Bild dazu nachreichen. :)) Lecker waren die Gerichte trotzdem beide und das, obwohl ich mich beim Experimentieren und Extrawürzen diesmal gänzlich zurückgehalten habe.

Vogerlsalat mit Speck und Walnüssen
Sehr, sehr lecker durch das Walnussöl, knackig aufgrund der Walnusskerne und dem gebratenen Bacon. Gab es bei uns bereits zweimal.

Rezept

Zutaten (für 4 Personen): 200 g Vogerlsalat (Feldsalat), 50 g Walnusskerne (grob gehackt), 125 g durchwachsener Räucherspeck (KM: Bacon), 2 EL Weißweinessig, 1 TL scharfer Senf (KM: Dijon), Salz, Pfeffer, 1 EL Walnussöl, 1 EL Sonnenblumenöl

Den Feldsalat waschen, putzen und gründlich trocken schleudern. Den Bacon in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze knusprig braten, anschließend herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Für das Dressing Essig mit Senf, Salz und Pfeffer sowie den beiden Ölen verquirlen. Zusammen mit den Walnüssen und dem Speck unter den Salat heben und servieren.

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Gebackener Schafskäse mit Oliven

Ofenfeta
Ich liebe Käse und Herr KM teilt diese Leidenschaft glücklicherweise mit mir. Die im Ofen gebackene Variante aus Feta und Oliven gab es bereits öfter, abgewandelt mit verschiedenen Gemüsesorten oder getrockneten Tomaten und eingelegten Peperoni kommt er aber noch häufiger auf den Tisch. Sehr zu empfehlen!

Rezept

Zutaten (für 4 Personen): 2 Packungen griechischer Schafskäse (je 200 g, längs halbiert), 3 EL Olivenöl, 4 Tomaten (in Scheiben), 2 Schalotten (KM: 1 rote Zwiebel, in dünnen Scheiben), 16 schwarze Oliven (entsteint, halbiert), 4 eingelegte rote Peperoni, 1/2 TL getrockneter Oregano, Salz, Pfeffer

Vier Päckchen Alufolie so vorbereiten, dass jeweils eine Fetahälfte inklusive Belag darin Platz findet, währenddessen den Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. Den Käse mit etwas Olivenöl beträufeln, jeweils zwei Tomatenscheiben, Zwiebelringe, 8 Olivenhälften, eine Peperoni obenauf legen und mit Oregano, Salz und Pfeffer bestreuen. Das restliche Olivenöl obenauf träufeln. Die Päckchen zusammenfalten, auf ein Backblech setzen und auf der mittleren Schiene für ca. 15 Minuten backen. In der Folie servieren (z.B. mit Kartoffeln oder zu Fladenbrot).

Zahlen und Fakten

Gebundene Ausgabe: 672 Seiten, über 700 Rezepte
Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH; Auflage: 9 (2. März 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3833815768
Weiterhin als Goldauflage erschienen: Backen, Vegetarisch, Weihnachten, Homemade

Fazit

Ein wunderbar vielseitiges Buch, das mit seinen raffinierten Rezepten sicher Jedermann zum Nachkochen einlädt, sei es, dass er Kochanfänger oder bereits fortgeschritten ist. Der Rezepte-Quick-Finder macht Lust auf Resteverwertung und Ausprobieren und ist eine zusätzliche Bereicherung für das Buch. Die ausprobierten Rezepte waren schmackhaft, einfach umzusetzen und laden zum Variieren ein – und zum Immer-wieder-kochen.

Empfehlung

Ich bin absolut begeistert und empfehle „Das Goldene von GU“ als Schmuckstück im eigenen Bücherregal, oder als Geschenk für liebe und kochbegeisterte Menschen.

Das Buch könnt ihr zum Beispiel bei Amazon bestellen*:

*Dies ist ein Amazon Affiliate Link. Bestellt ihr das Buch darüber, erhalte ich eine kleine Provision, ihr zahlt jedoch nur den angegebenen Kaufpreis.

Viele Grüße
Jule

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