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Buchrezension: Boris Lauser – Go Raw Be Alive! (Kosmos Verlag) + Rezept und Verlosungsankündigung

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 Hallo, ihr Lieben!

Rohkost war mir lange Zeit nur in Form von Salaten ein Begriff. Dass sie eine ganz eigene Esskultur umfasst und eine Form der vegetarischen bzw. veganen Ernährung ist, war mir bis dahin völlig unbekannt.

Ich stelle euch heute ein Buch vor, das sowohl Ein- und Umsteigern ein Ratgeber als auch eine Inspirationsquelle für erfahrene Rohköstler sein kann. Erfahrt auch, weshalb ich es für einmalige Ausflüge in die Rohkostwelt nicht empfehle und lasst euch am Ende des Beitrags einladen, ein Exemplar zu gewinnen – sollte euch die Neugier auf das Thema dennoch gepackt haben. :)

GoRaw1_lBoris Lauser: Go Raw Be Alive! So schmeckt gesund

Rohkost. Gib es zu, da denkst auch du sofort an Salate. Rot- oder Weißkohl-Salat, Möhre mit Apfel, Blattsalate und Wildkräuter mit Vinaigrette oder Joghurt-Dressing. Vegetarisch, ja. Vegan, überwiegend auch. Aber wusstest du, dass Rohkost und die Art frische Zutaten zu behandeln noch viel mehr ist?

Rohkost, das ist das Vermeiden des Verlustes von Nährstoffen und Enzymen von Lebensmitteln durch schonende Verarbeitung („frische, unbehandelte, unverarbeitete, nicht konservierte Lebensmittel“, Go Raw – S. 12) mit dem Ziel, den Körper so wenig wie möglich zu belasten und im besten Fall mehr Nährstoffe zu erschließen. Dabei gibt es neben der rohen Verwendung von Lebensmitteln vielseitige Verarbeitungsmöglichkeiten wie das Dörren, Marinieren, Keimen, Fermentieren oder Einfrieren (denn nicht alle Lebensmittel sind roh bekömmlich oder genießbar). Zusätzlich zu vegetarischen und veganen Zutaten schließt der Begriff „Rohkost“ auch einen kleinen Teil tierischer Produkte mit ein (Fleisch, Fisch, Eier, Butter, Käse) – solange sie roh sind.

Boris Lauser, Raw Food Chef und Culinary Artist in Berlin, befasst sich seit seinem 16. Lebensjahr mit gesunder Ernährung. Als Kind übergewichtig, beschloss er nach einer Krankheitsphase und dem Verlust zweier erster Kilos seine Ernährung umzustellen, aß ein Jahr lang nur noch die Hälfte und verzichtete ganz auf zuckerhaltige Produkte. Der Erfolg dieser Entwöhnungsphase belief sich auf zehn Kilo und spornte ihn dazu an, seine Ernährung schrittweise weiter umzustellen. Über mehrere Jahre reduzierte er Brot, Weißmehl und Fleischprodukte und musste auch hier feststellen, dass diese neuen Gewohnheiten in ihm keine Gelüste nach seiner alten Ernährung auslösten. Durch Reisen und die Einflüsse verschiedenster Kulturen und ihrer Essgewohnheiten wurden seine eigenen weiter bewusster, besonders im Hinblick auf Qualität, Herkunft und gesundheitliche Aspekte. Durch einen Freund erfuhr er schließlich von der Möglichkeit, sich an einem Institut als Raw Food Chef ausbilden zu lassen; dies bezeichnet er als beste Entscheidung seines Lebens. Unter dem Namen „b.alive“ leitet er heute einen mittlerweile international bekannten Diner Club in Berlin und gibt zudem Seminare, coacht und berät Restaurants.

Das Buch selbst macht einen edlen Eindruck mit seinem matten Cover und dem hochglänzenenden Buchtitel darauf. Der Autor lächelt beschwingt zum Leser herüber, wirkt jedoch insgesamt drahtig und ausgezehrt. Ich stelle mir kurz die Frage, ob er gesund wirkt mit den sehnigen Armen, dem kantigen Gesicht und den wenigen Gramm Fett am Körper, komme jedoch zu dem Schluss, nicht urteilen zu wollen. Eine Typfrage, vielleicht.
Das Buch wird sodann eingeleitet von Lausers Lebensgeschichte, die interessant zu lesen und aufdringlich und kompakt erzählt ist. Ihm ist seine Begeisterung für seine gewählte Ernährungsform anzumerken, ebenso wie die vielen Einflüsse, die sie prägten. Auch bezeichnet er sich als Foodie, dem es wichtig ist, Essen und seine Vielfalt zu zelebrieren, am liebsten in Gesellschaft anderer. Das macht ihn sympathisch. Es folgt eine Einführung in das Thema Rohkost, ihre gesundheitlichen Aspekte und was es bedeutet, sich rohköstlich ernähren zu wollen, was erlaubt ist, was nicht. Es wird zudem auf einzelne Lebensmittelgruppen sowie Techniken und benötigte Küchenutensilien zur Rohkostverarbeitung eingegangen; alles angenehm knapp und ausreichend. Allerdings horche ich hier auch zum ersten Mal auf. Mixen mit einem Hochleistungsmixer (mind. 30.000 Umdrehungen), Entsaften mit der Saftpresse, Dörren per Dörrautomat … Das klingt nach einer beachtlichen Ausstattung.

Bei den Rezepten setzt sich dieser Eindruck leider fort. Viele der Rezepte erfordern die genannten Küchengeräte oder Produkte, die ich selbst durch meine zucker- und weizenmehlfreie Ernährungsreise sowie die regelmäßigen Ausflügen in die vegetarische und vegane Küche nicht bevorratet habe (beispielsweise Rotalgenflocken, Tamari, Weizengras, Kastanienmehl, Hanfsamen, getrocknete Feigen, uvm.). Einige Rezepte setzen teilweise die Zubereitung eines anderen Rezeptteils voraus, was mich zusätzlich darin bremst, ein Rezept probieren zu wollen. Das ist durchaus schade, denn die Rezepte selbst sind fantasiereich, außergewöhnlich und gerade dadurch grundsätzlich interessant. Die meisten würde ich probieren, wenn man sie mir vorsetzen würde; selbst zubereiten möchte ich sie aufgrund der Widrigkeiten, die sich für mich bereits beim Lesen ergeben, nicht. Eine Anschaffung der vielen außergewöhnlichen Zutaten würde nämlich voraussetzen, intensiver in das Thema Rohkost einzusteigen, vielleicht sogar ein Ein- oder Umsteiger zu werden – und das kann ich mir einfach nicht vorstellen.

Sehr gut gefallen mir die Salatrezepte, ebenso wie die dazu passenden Dressings. So lockt mich das Honig-Senf-Dressing, das neben den üblichen Verdächtigen wie Honig, Senf und Essig aus gemixtem Gemüse besteht, oder der Fenchelsalat, der zusammen mit Walnüssen, Orangen und schwarzen Oliven arrangiert wird. Auch meine Süßschnute frohlockt, wenn ich Rezepttitel wie Beeren-Mousse oder Schoko-Pudding lese, Beeren-Softeis oder zu Nocken abgestochene Mousse au chocolat. Die Rezeptfotos lassen keine Zweifel daran, dass trotz ausschließlich veganer Zutaten das Ergebnis köstlich sein muss. Alle Rezepte sind vegan, bis auf die Verwendung von Honig. Hier wird Veganern Kokosblütenzucker als Alternative angeboten.

Rezept

GoRaw3_lSpinatsalat

Der Salat schmeckt wunderbar fruchtig, würzig durch den Hauch von Knoblauch und ist durch die verschiedenen Komponenten und ihre Konsistenz mit jedem Bissen spannend. Der gewisse Kick – das Herzhafte – fehlte mir jedoch geschmacklich, weshalb ich ihn nächstes Mal mit rohem Schafs- oder Ziegenkäse kombinieren würde.

Zutaten für 4 Portionen

400 g Baby- oder Blattspinat, gewaschen und trocken geschleudert
1 – 2 reife Birnen, in dünne Spalten geschnitten
30 g Pinien- oder Zedernkerne

Für die Balsamico-Feigen

3 getrocknete Feigen, in Würfel geschnitten
1/2 Knoblauchzehe, in feine Würfel geschnitten
2 EL Olivenöl
1 EL Balsamico-Essig
1/2 TL Meersalz
1/2 Tl grob gemahlener Pfeffer aus der Mühle

Spinatsalat3_lZubereitung

Die Feigen für ca. vier Stunden abgedeckt in den restlichen Zutaten einlegen, damit der Essig in sie einziehen kann.

Den Spinat auf vier Tellern auslegen, darauf die Birnen mit den Balsamico-Feigen anrichten und zum Abschluss die Pinienkerne darüber streuen.

Nicht-Veganer können zusätzlich rohen Schafs- oder Ziegenkäse verwenden.

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Go Raw Be Alive! bietet kompaktes Hintergrundwissen zum Thema Rohkost und damit einen gelungenen Einstieg in die rohköstliche Küche. Mit Rezepten, die sowohl außergewöhnlich als auch spannend und durch Reisen in verschiedene Länder und Kulturen inspiriert sind, wird das Buch auch für Rohkost-Umsteiger und -Kenner attraktiv.

Rezepte wie Quinoa-Pizza, Urkorn-Brot, Cheesecake, Zuchhini Pasta, Rezepte für Smoothies und Suppen lassen das alteingesessene Vorurteil, Rohkost bestünde nur aus Salat, vergessen – bergen jedoch Zutaten, die über eine bereits umfangreiche Vorratshaltung hinausgehen. Auch für die schonende Verarbeitung der Lebensmittel ist eine spezielle Küchenausstattung von Vorteil, zumeist sogar ein Muss. Für einen kurzen Abstecher in die Rohkost-Welt ist das Buch mit seinen Rezepten daher nur gering geeignet.

Verlosungsankündigung

Solltet ihr euch gerade auf der Suche nach einer zu euch passenden Ernährungsform befinden, ihr Vegetarier oder Veganer mit nicht alltäglich bestücktem Vorratsschrank sein, oder einfach nur Lust auf das Buch bekommen haben, könnt ihr in der kommenden Woche ein Exemplar von Go Raw Be Alive! gewinnen. Achtet dazu morgen, Montag, 30. März, auf den Verlosungspost zu den Kochmädchen sagen „DANKE!“ Wochen!

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Buchdaten:

GoRaw_lBoris Lauser
Go Raw Be Alive! So schmeckt gesund
Schlank, fit und happy mit Rohkost

160 Seiten
110 Farbfotos
laminierter Pappband
268 x 239 mm (LxB)
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-440-14358-2
Art.-Nr.: 14358

Quelle: Kosmos-Verlag – herzlichen Dank!

***

Wenn ihr nun Lust auf das Buch bekommen habt, könnt ihr es zum Beispiel hier kaufen:

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Liebe Grüße

Jule

* Dieser Beitrag wurde gesponsort, ich erhielt dafür eine Provision/Produkte zum Testen. Meine Meinung ist jedoch meine eigene und bleibt davon unberührt.

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