Alltagsplaudereien/ Events und Reisen

Mit dem DJH in Nürnberg

Nuernberg-DJH7m*Dieser Beitrag enthält Werbung*

KM_Jule-rundKHallo, ihr Lieben!

Bereits im Juli haben Susi und ich drei wunderbare Tage in Nürnberg verbracht. Für das DJH (Deutsche Jugendherbergswerk)* besuchten wir die im Zentrum gelegene Jugendherberge in der wunderschönen Nürnberger Kaiserstallung oberhalb der Stadt, nächtigten stilecht in Hochbetten und begingen die modernen Veranstaltungsräume. Was wir erlebt haben und welche Eindrücke wir aus der Christkindlesstadt mitgenommen haben, möchte ich euch heute gern erzählen.

#kochmaedchenontour

Kaiserburg-NuernbergAm ersten Tag unserer Reise luden wir unsere Koffer in der Burg-Jugendherberge ab und gingen die wenigen Schritte zu Fuß hinüber zur benachbarten Kaiserburg, dem Wahrzeichen der Stadt. Hinter den historischen Mauern über den Dächern Nürnbergs hat man einen wunderschönen Ausblick über die Stadt, die uns mit strahlendblauem Himmel und sommerwarmen Temperaturen begrüßte. Ein Wetter wie bestellt um die Stadt zu erkunden, weshalb wir auf die Besichtigung der Dauerausstellung in der Kaiserburg verzichteten. Stattdessen führten uns unsere Schritte den Burgberg hinab in die Innenstadt.

Nuernberg-KaiserburgAm Wochenmarkt angelangt besahen wir die Stände mit Nürnberger Spezialitäten, regionalem Obst und Gemüse der Saison, wilden Kräutern und farbenprächtigen Blumen. Danach gab es ein Eis, um uns herunterzukühlen und uns für den Streifzug durch diverse Geschäfte und Lädchen zu stärken. Shoppen kann man in Nürnberg nämlich ganz wunderbar. Gekauft habe ich unter anderem Kaffee einer Nürnberger Kaffeerösterei; eine kleine Tradition, die ich für mich eingeführt habe, seit ich das Glück habe für den Blog zu reisen. Mit dem ersten Schluck am Morgen werden so auch Erinnerungen wach.

Die folgenden eineinhalb Tage haben wir Nürnberg von seiner schönsten Seite kennengelernt; als offene, lebendige und kulinarische Stadt mit vielen Highlights und Plätzen, an denen man es sich gutgehen lassen kann. Eine kulinarische Stadtführung führte uns durch den Stadtteil Gostenhof mit fränkischen Spezialitätenhäppchen und historischen Geschichtselementen, der Wunsch nach Zerstreuung ins CINECITTA‘ Multiplex Kino. Die Sehnsucht nach netter Gesellschaft brachte uns am zweiten Abend mit unseren Bloggerkolleginnen Sibel und Ines zusammen, mit denen wir einen lustigen Abend im Biergarten verbrachten, und schließlich haben wir auch den eigentlichen Beweggrund unserer Reise, die schöne Jugendherberge in der Kaiserstallung, näher kennengelernt. Leider habe ich es versäumt, Bilder vom Nürnberger Nachtleben zu machen, deren Anziehungspunkt vor allem der Stadtstrand direkt an der Pegnitz auf über 4000 Quadratmetern ist. Hier gibt es weißen Sand, bunte Lichter, Cocktails, aber auch Sportangebote, Musik und jede Menge geselligen Lärm.

Für euch haben wir nicht nur viele Bilder mitgebracht, sondern im Nachfolgenden auch Informationen zusammengetragen über das schöne Nürnberg, die typisch kulinarischen Highlights der Stadt sowie über die Burg-Jugendherberge des DJH, die neben Jugendlichen auch für Familien und Firmenreisende eine angenehme Bleibe ist.

Nürnberg

Nuernberg

Kurzgeschichte

Die erste schriftliche Erwähnung fand Nürnberg am 16. Juli 1050, der seither als Stadtgründungstag gilt. Nach München ist sie die zweitgrößte Stadt Bayerns und eine der 15 größten Städte Deutschlands.

Alliierte Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg beschädigten die Stadt schwer, ehe sie 1945 beinahe vollständig zerstört wurde. In der fünftägigen Schlacht um Nürnberg im April 1945 wurde schließlich auch die historische Bausubstanz zerstört, weshalb es nach dem Krieg Überlegungen gab, Nürnberg komplett aufzugeben und an einem anderen Ort neu aufzubauen. Zuvor hatte Adolf Hitler Nürnberg zur „Stadt der Reichsparteitage“ gemacht, wo er unter anderem menschenfeindliche Rassengesetze erließ.

Erst 1948 wurde der Wiederaufbau entschieden, der sich weitestgehend an historischen Stadtstrukturen orientierte. Trotz der stark beschädigten Bausubstanz sind sie an vielen Orten noch immer nachvollziehbar. Besonders originalgetreu wurden die Dachlandschaft der Stadt nachgebildet, die Kirchbauten rekonstruiert sowie Gebäude entlang der Historsichen Meile wie beispielsweise die Reichsburg.

Nürnberg heute

Das heutige Nürnberg ist eine geschichtsträchtige, auf Nachhaltigkeit bedachte Stadt mit Marktkultur, wälder- und seenreicher Landschaft, vielschichtigen Traditionen und kulinarischen, zum Teil weltberühmten, Spezialitäten, die am Tag und in der Nacht zu leben weiß.

Nürnberger Burg-Jugendherberge

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Jugendherberge

Die komplett sanierte und 2013 wiedereröffnete DJH Jugendherberge beherbergt hinter ihren dicken Mauern in den alten Gewölben der Kaiserstallung insgesamt 93 moderne Zimmer (darunter auch Einzelzimmer und Zimmer mit Doppelbett) – jeweils ausgestattet mit Dusche und WC -, 9 Seminar- und Multifunktionsräume, eine Bar, ein Bistro, offene Gemeinschaftsbereiche und ist in fast allen Etagen barrierefrei zu begehen. WLAN und ein Frühstücksbuffet sind im Übernachtungspreis enthalten. Eine Terrasse vor dem Speisesaal lädt zum entspannten Verweilen ein.

Für Familien gibt es verschiedenste Ausstattungen (wie Flaschenwärmer, Kinderbett, Kinderhochstuhl, Wickelauflage), ebenso erhalten Rollstuhl- und Radfahrer spezielle Angebote.

Essen und Trinken

Das Frühstücksbuffet bietet neben wechselnden Aufschnitt- und Käsesorten auch Müsli, Marmeladen und andere süße Aufstriche, Joghurt, Obst, hart gekochte Eier und eine große Auswahl an Tee und (guten Vollautomat-)Kaffee. Zudem gibt es frische Bäckerbrötchen.

Auch die Möglichkeit mittags und abends warm zu essen (Hauptgericht, Salatbuffet und Nachtisch) ist gegeben. Für unterwegs schnürt das Küchenteam Luchpakete. Eine große Auswahl an Getränken bietet das Bistro.

Veranstaltungsräume

Für Tagungen stehen insgesamt neun Seminar- und Multifunktionsräume zur Verfügung, die in Verbindung mit Übernachtungen in der Jugendherberge gebucht werden können; unter anderem ein Saal mit 215 m², WLAN und modernster Medientechnik (wie z.B. Stehpult mit Mikrofon).

Umgebung

Zahlreiche Freizeitaktivitäten rund um die Jugendherberge Nürnberg laden zum Erkunden der Stadt, Lernen, Entspannen oder Kulturerleben ein (Quelle: Jugendherberge.de):

:: Kultur: Museen (u.a. das Germanische Nationalmuseum), Kaiserburg, Historische Felsengänge, Erfahrungsfeld der Sinne, Planetarium, Sternwarte, Tiergarten, Parks und Freizeitanlagen

:: Oper, Ballett, Schauspiel, Kleinkunstbühnen, Programmkinos, Galerien

:: Jugendgemäße Theateraufführungen, z.B. im Theater Mummpitz oder Theater Salz und Pfeffer und Stadtführungen für Kinder und Jugendliche, z.B. von „Geschichte für alle“ e.V. oder vom „Verein der Gästeführer“

:: Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Memorium Nürnberger Prozresse, Historischer Kunstbunker

:: Sportliche Angebote: Hallen- und Freibäder (teilweise behindertengerecht), Eislauf, Rollschuhverleih, Fahrradverleih, Inline-Skate-Verleih, Go-Kart-Bahn, Bowling

Ausflüge

:: Kletterparadies in der Fränkischen Schweiz

:: Ausflüge in die Fränkische Schweiz mit Tropfsteinhöhlen oder in das Fränkische Seenland

:: Städtefahrten nach Bamberg, Rothenburg, Würzburg, München

Kulinarisches

Nuernberg-DJH4Biergarten Krakauer Turm

Wochenmärkte für Saisonalität, Regionalität und Nachhaltigkeit

Seit Jahren sind heimische Produkte, ebenso wie selbstangebautes Obst und Gemüse für viele Nürnberger selbstverständlich. Um regionales Obst und Gemüse zu bekommen reicht in Nürnberg ein Gang über den Wochenmarkt. Die Händler beziehen ihre Produkte zumeist aus dem Knoblauchsland, einem großen Gemüseanbaugebiet im Norden der Stadt. Neben dem Hauptmarkt, dem zentralen Wochenmarkt, gibt es verschiedene saisonale Märkte in der Stadt, wie den weltbekannten Christkindlesmarkt sowie den ältesten aller Märkte, den Ostermarkt.

Auch das Thema Nachhaltigkeit ist in Nürnberg von großer Bedeutung: Mit dem Projekt „BioMetropole Deutschland“ unterstützt die Stadt verstärkt ökologische Landwirtschaft und fördert somit Bio-Initiativen. Ein fester Bestandteil des Hauptmarktes ist seit Jahren „Bio erleben“.

Typisch Fränkisch

Mehr als nur Lokalhelden sind die weltberühmten kleinen Nürnberger Bratwürste, deren Bezeichnung 2003 durch die EU-Verordnung geschützt und somit an die Stadt Nürnberg gebunden ist. Bratwürste, die als geografisch geschützte Angabe das Nürnberger Original-Siegel tragen dürfen ausschließlich in Nürnberg nach festgeschriebenem Rezept hergestellt werden. Sie werden bevorzugt im Brötchen (fränkisch „Weggla“), mit Senf oder mit Kraut und Kren (Meerettich) gegessen und besitzen eine charakteristische Majorannote. In Essigsud gekochte Nürnberger Bratwürste werden von den Franken „Saure Zipfel“ genannt.

Eine weitere beliebte Wurst der Nürnberger ist die Stadtwurst (eine Brührwurst mit grober Fleischeinlage). Sie wird gern in Essig und Öl mariniert und dünn aufgeschnitten mit gehackten Zwiebeln zu einem Stück Holzofenbrot serviert.

Nürnberger Lebkuchen werden in Nürnberg ganzjährig verkauft und sind darüber hinaus weltweit beliebt. Ihre Tradition beruht auf der verkehrsgünstigen Lage der Reichsstadt Nürnberg am Schnittpunkt der Handels- und Gewürzstraßen. Der Klassiker sind die mit Mandeln verzierten Elisen-Lebkuchen.

Knieküchle hingegen sind ein feines Hefegebäck, das in Schmalz ausgebacken wird. Charakteristisch ist ein flaches Inneres der runden Küchlein, währenddessen der Rand (Wulst) gleichmäßig hochgezogen ist. Manchmal gibt man dem Teig Rosinen hinzu. Sie werden häufig zur Kirchweih gebacken und mit Puderzucker serviert. Manchmal wird in Franken nach Kirchenzugehörigkeit (katholisch oder evangelisch) unterschieden, je nachdem, ob das Innere (katholisch) oder der Wulst (evangelisch) mit Puderzucker besiebt ist.

Ein typisches Sonntagsessen der Franken ist das Fränkische Schäufele, ein Stück aus einer mit Knochen und Schwarte zubereiteten Schweieschulter, deren Fleisch über mehrere Stunden im Ofen saftig zart gegart wird und deren Kruste knusprig kracht. Der mitgegarte Knochen verleiht dem Gericht eine herrliche Würze und ist zugleich der Namensgeber der Mahlzeit: seine Form erinnert an eine Schaufel. Traditionell werden zum Schäufele eine dunkle Bratensoße sowie Kartoffelklöße mit gerösteten Weißbrotwürfeln (die „Gräwerla“) im Inneren gereicht.

Wie Franken im Allgemeinen kann auch Nürnberg eine lange Brautradition seit dem Mittelalter vorweisen. Bekannt ist vor allem das Rotbier, das hier seine Heimat hat. Ein „Seidla“ (fränkisch für einen halben Liter Bier) bestellt man am besten auf dem Fränkischen Bierfest im Burggraben, bei dem 40 privat geführte Brauereien ihre mehr als 100 handwerklich hergestellten Biersorten vorstellen.

Zuletzt hat das Essen von Karpfen eine jahrelange Tradition, vor allem gebacken, in Essigsud gekocht („blau“) oder als Filet. Die Monate mit einem „R“ im Namen (September bis April) gelten hierbei als Hauptsaison für die frischen Fische.

Weiterhin gilt Nürnburg als Hochburg der Whiskey-Szene.

Grieche-Nürnberg

Susi und ich haben an dem Wochenende sehr gut und authentisch griechisch in der Taverna Mykonos (mit handgeschriebener Karte ) gegessen und im Biergarten Krakauer Turm mindestens ebenso gut gespeist.

***

Ich freue mich, wenn ihr bis hierhin durchgehalten und vielleicht sogar etwas Neues für euch mitgenommen habt.

Wart ihr schon einmal in Nürnberg? Welchen Ort mögt ihr dort besonders? Was muss ich beim nächsten Mal unbedingt sehen oder probieren? Schreibt mir mal, wenn ihr besondere Plätze, Lokalitäten oder Leckeres kennt.

Liebe Grüße

Jule






* Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit dem DJH entstanden. In die Jugendherberge Nürnberg wurden wir eingeladen. Meine Eindrücke und die im Beitrag widergegebene Meinung sind meine eigenen und wurden davon nicht berührt.

Quellen: Tourismus.nuernberg.de, Jugendherberge.de, Wikipedia

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2 Kommentare

  • Reply
    Dietrich Hecht
    05/09/2016 at

    Achja meine Heimatstadt, das sieht man natürlich gerne 🙂

    Dass Nürnberg in der Whiskey Szene bekannt ist, wusste ich auch noch nicht 🙂

    Liebe Grüße

    • Jule
      Reply
      Jule
      06/09/2016 at

      Lieber Dietrich,

      schön, dass du aus dem Beitrag noch etwas Neues mitnehmen konntest. Das freut mich natürlich sehr!

      Viele Grüße
      Jule

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