Rezept: Zipferlbrötchen

Zipferlbrötchen

Hallo, ihr Lieben!

Ich habe mich warm gebacken, denn ich will es endlich lernen: das Brotbacken. Da meine Kitchenaid und ich uns mittlerweile bei einigen Kuchen angefreundet haben (den steinigen Weg dorthin könnt ihr hier nachlesen: KLICK) und ich Dank der Böhmischen Knödel geübter im Umgang mit Hefe bin, scheine ich meine Abneigung gegen Teige (das Ausrollen, Aufarbeiten, Formen) verloren zu haben und bin bestens motiviert. Mittlerweile besitze ich eine komplette Brotbackausrüstung (wenn ich dazu komme, mache ich einen seperaten Post dazu) und es kann los gehen.

Seit heute Morgen (Nachtrag: Der Post ist mittlerweile schon zwei Tage alt, daher müsste es eigentlich „vorgestern Morgen“ heißen ;)) schlummert ein Landbrot-Vorteig in meinem Kühlschrank, doch das Erfolgserlebnis dauerte mir zu lange. Ich wollte schon heute etwas in den Händen halten, das mich stolz macht. Und so erinnerte ich mich an ein Rezept, das ich zum ersten Mal bei Zorra entdeckt habe, die es wiederum bei Sandra von From Snuggs Kitchen gesehen hat – nämlich das für besagte Zipferlbrötchen.

Zipferlbrötchen

Zipferlbrötchen

Bis auf das Teigfalten (Anleitung folgt im Rezept), das ich noch nie gemacht hatte und das ich zunächst nachschlug, hörten sie sich wunderbar einfach an. Auch die Gehzeit sollte ich gut zu überbrücken wissen (es wartet sich übrigens viel leichter, wenn man richtig heiß auf’s Backen ist – die Zeit vergeht wie im Flug!), indem ich die Küche gleich wieder auf Vordermann brachte und ein kleines Frühstück einschob. Der ganze Backvorgang war ein einziges Erfolgserlebnis: Teigkonsistenz vor dem Gehen perfekt (auch wenn man nicht so genau weiß, wie perfekter Teig aussehen muss), nach dem Gehen schön hochgegangen, toll gefaltet, formschön geruht. Die idealen Anfängerbrötchen! Doch es blieb nicht nur beim Freudentaumel vor dem Backen, auch die Brötchen selbst sind klasse geworden*. Ich habe übrigens die Rezepte von Sandra und Zorra zusammengewürfelt; die Zutaten der einen, die Zubereitung der anderen. Aber seht selbst:

Was kommt rein

25 g Butter, in der Mikrowelle geschmolzen
400 ml Wasser, lauwarm
25 g Frischhefe
500 g Weizenmehl Typ 550
150 g Vollkornweizenmehl
2 TL Salz

Saaten zum Bestreuen, nach Belieben (KM: Blaumohn, Weißmohn, Sesam)

Und sonst so

Mittelgroße Schüssel, zum Teiggehen
Teigabstecher oder scharfes Messer
Schüsselchen mit Wasser
Backpinsel
Teller, zum Saaten andrücken
Backpapier

Wie wird’s gemacht

Die Hefe im Wasser auflösen. Anschließend das Mehl in eine Küchenmaschine geben (KM: Kitchenaid) und auf Stufe eins vier Minuten zu einem glatten Teig kneten. Anschließend die Butter und das Salz hinzugeben und weitere vier Minuten auf Stufe zwei fertig kneten. Den Teig in eine Schüssel geben und mit einem Küchentuch abgedeckt 30 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.

Anschließend den Teig einmal falten: Dazu die Finger mit Wasser befeuchten, die obere Teigseite langziehen und zur untersten Teigkante falten. Ebenso mit den anderen Seiten verfahren. Eine Videoanleitung zur Technik gibt es hier: KLICK Weitere 30 Minuten gehen lassen.

Nach der zweiten Ruhephase den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche (oder Backpapier) legen, vorsichtig auf zwei bis drei Zentimeter flach drücken (damit nicht zuviel des entstandenen Gases entweicht) und Zipferl abstechen (längliche Dreiecke). Die Teiglinge mit Wasser bestreichen und in die bereitgestellten Saaten auf dem Teller drücken. Zipferl auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit einem Küchentuch abdecken und nochmals 40 Minuten gehen lassen. Nach 20 Minuten den Ofen auf 230°C Umluft vorheizen.

Nachdem die dritte Runde Gehen geschafft ist, dürfen die Zipfelchen endlich in den Ofen. Dort backen sie auf mittler Schiene einmal 6 Minuten, dann wird das Blech gedreht (sodass die hinteren Brötchen vorn sind) und sie backen nochmals 6 Minuten.

Zipferlbrötchen

***

* Ich habe leider zu spät entdeckt, dass ich Zorras Rezept für die nicht knusprige Zipferl-Variante genommen habe; so war dann auch das Ergebnis. Geschmacklich waren die Zipfelchen super, auch die Krume war fein porig, aber mir fehlte doch der gewisse Biss. Auch hätte ich sie mir etwas dunkler gewünscht, das hat mir scheinbar mein Ofen verwehrt. Beim nächsten Mal heize ich ihnen bei 250°, statt 230° C ordentlich ein. 🙂

Zipferlbrötchen

Zipferlbrötchen

Liebe Grüße
Kochmaedchen

2 Kommentare on Rezept: Zipferlbrötchen

  1. Sandra Gu
    31/10/2013 at (3 Jahren ago)

    Die sind ja toll geworden! Und irgendwie ist mir entgangen, dass Du sie auch gebacken hast…
    Darf ich sie mitnehmen und in meinem FB-Album „Nachgekocht/gebacken“ aufnehmen? Natürlich mit Link hierher 😀

    Antworten
    • Jule
      Kochmädchen
      31/10/2013 at (3 Jahren ago)

      Aber na klar! 🙂

      Antworten

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