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Blogevent Rezept: Kartoffel-Dinkel-Brötchen mit Rapsöl für den Frühstückstisch

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Hallo, ihr Lieben!

 

Ich habe eine ganze Weile überlegt, ob ich das Rezept zu diesen leckeren Brötchen zum Rapsöl Event der lieben Peggy von Multikulinarisch.es einreichen soll, denn ihre Zutatenliste enthält gerade mal einen Esslöffel Rapsöl. Da ich jedoch überzeugte Verwenderin von Rapsöl bin, was einen schönen erinnerungsbehafteten Hintergrund hat, tue ich es dennoch. Denn dieses Rezept ist nur eines von vielen, das ich mit Rapsöl anreichere, welches in meiner Küche beinahe täglich im Einsatz ist.

Meine Eltern haben einen Garten außerhalb der Stadt. Auf einem Abhang mit endlos weiter Sicht, die irgendwo in der Ferne am Waldrand endet, direkt am Feld. Der emsige Bauer bestellt das Feld jedes Jahr neu, immer mal etwas anders, aber alle paar Jahre auch mit Raps. Als ich noch ein Kind war, führte ein Weg hindurch, so breit, dass gerade ein Auto durchpasste, denn der eigentliche Feldweg zu den Gärten war nach vielen Jahren des Befahrens nicht mehr nutzbar. Ich kann mich noch erinnern, wie ich mit großen Augen aus dem Fenster gesehen habe, als das Feld das erste Mal Raps trug. Ich habe es geöffnet und meine Hand herausgehalten und schließlich bin ich kurz nach der Ankunft auf mein Fahrrad gesprungen und denselben Weg noch einmal zurückgefahren und dann wieder hin zum Garten. Meine Mama erzählte mir dann in meiner Euphorie, dass man aus dem Raps Öl herstelle, woraufhin ich lauthals verkündete, dass wir ab sofort nur noch Rapsöl kaufen werden. Ich war vielleicht elf oder zwölf. Und das taten wir dann auch und wann immer ein Gericht ein neutrales Öl verlangte, war es Rapsöl, das seinen Weg hineinfand.

Als ich auszog, gab es den Weg durch das Feld schon lange nicht mehr und auch Raps ist auf ihm selten geworden. Was aber geblieben ist, ist meine Vorliebe für Öl aus Raps und die Erinnerung an die erste Begegnung mit ihm.

Rezept

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Kartoffel-Dinkel-Brötchen mit Rapsöl für den Frühstückstisch

Zum Frühstück können die Brötchen genossen werden, wenn der fertige Teig nach dem Durchkneten von Hand 30 Minuten ruht und anschließend über Nacht in den Kühlschrank wandert. Am nächsten Morgen den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und bei Raumtemperatur 45 Minuten gehen lassen, ehe die Brötchen geformt und gebacken werden. Beide Varianten unterscheiden sich geschmacklich nicht.

Die Brötchen schmecken auch gefroren und einfach wieder aufgetaut, aufgebacken und sogar nach 45 Sekunden in der Mikrowelle erwärmt so, als wären sie frisch gebacken.

Das Rezept ergibt ca. 8 Brötchen.

Zutaten

500 g Dinkelmehl (Typ 630)
250 ml Naturjoghurt (1,8%, Raumtemperatur) mit lauwarmem Wasser gemischt, bis die Konsistenz von Buttermilch erreicht ist oder Buttermilch (lauwarm)
150 g Kartoffeln, gekocht, ausgedampft und erkaltet
1 Päckchen Trockenhefe oder 1/2 Würfel frische Hefe
1 TL Kokosblütenzucker (normaler Zucker geht auch)
1 EL Rapsöl
1 TL Salz

Zubereitung

200 g vom Weizenmehl abnehmen, mit der Trockenhefe und dem Zucker und schließlich mit der Buttermilch verrühren. Bei frischer Hefe wird diese zunächst im Joghurt-Wasser-Gemisch aufgelöst. Das restliche Mehl obenauf streuen und den Teig für 20 Minuten an einem warmen Ort abgedeckt (zum Beispiel mit Frischhaltefolie oder einem Geschirrtuch) gehen lassen.

Die Kartoffeln mit einer Gabel fein quetschen und mit dem Rapsöl zum Hefeteig geben. Diesen in einer Küchenmaschine zunächst für zwei Minuten auf kleinster Stufe kneten, dann das Salz hinzugeben und weitere zwei Minuten auf der nächst höheren Stufe (bei meiner KitchenAid Stufe 2) kneten. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsplatte kippen und mit Mehl von Hand erst einmal kräftig durchkneten und dann zu einer Kugel formen (rundwirken: siehe Video). Der Teig sollte nun nicht mehr kleben. Weitere 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Backofen auf 250°C (Umluft) inklusiver einer feuersfesten Schale auf dem Boden des Ofens vorheizen. Eine kleine Tasse mit kaltem Wasser bereitstellen. Das Backblech herausnehmen und mit Backpapier auslegen.

Den Teig nochmals durchkneten (ggf. wieder etwas Mehl verwenden, sodass der Teig weder an Arbeitsfläche noch an den Händen klebt) und anschließend ca. acht Brötchen abstechen (z.B. mit einer Teigkarte oder einem Messer). Rundschleifen (KLICK) und auf das Backblech setzen. Anschließend wird die Oberfläche mit Mehl bestäubt und nach Wunsch mit einem scharfen Messer oder einer Rasierklinge eingeschnitten. Entfällt dieser letzte Schritt reißen die Brötchen unkontrolliert auf (was auch hübsch aussehen kann). Die Brötchen nun mit einem Küchenhandtuch abdecken und nochmals 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Die Brötchen in den Ofen schieben und blitzschnell die Tasse Wasser in die feuerfeste Schale kippen und den Ofen schließen – Vorsicht, Verbrühungsgefahr!

Die Brötchen für ca. 13 Minuten backen. Der Klopftest verrät, ob die Brötchen nach dieser Zeit fertig sind (bei Klopfen auf den Brötchenboden muss dieser sich hohl anhören).

Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

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Das ist er nun also, mein Beitrag zum Rapsöl Event Call-to-action: Rapsölution von Multikulinarisch.es. Es hat mir Spaß gemacht, ein Rezept beizusteuern und empfehle euch dringend die Zusammenfassung, sobald sie bei Peggy online geht. Schaut euch auch unbedingt Susis Beitrag zum Event an, die ganz köstliche Muffins dafür kreiert hat.

Liebe Grüße
Jule

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12 Kommentare

  • Reply
    multikulinaria
    14/10/2014 at

    Es freut mich sehr, dass du die Brötchen zum Rapsöl-Event einreichst. Die sehen zum Anbeißen aus und ich bin ganz verliebt in die schönen Fotos. Danke auch für die lieblichen Kindheitserinnerungen an das Rapsfeld. Ich liebe den knallgelben Anblick!

    • Reply
      Kochmädchen
      14/10/2014 at

      Das freut mich sehr, Peggy, danke für deine lieben Worte! Ehrlich gesagt habe ich ganz schön geschwitzt, die Brötchen ansehnlich aufs Bild zu bekommen. :)

      • Reply
        multikulinaria
        20/10/2014 at

        :-) Kenne ich. Ist dir sehr gut gelungen …

        • Reply
          Kochmädchen
          22/10/2014 at

          Danke dir, das freut mich sehr! :)

  • Reply
    Klärchen Kompott
    14/10/2014 at

    das hört sich klärchentauglich an, probiere ich aus :-)
    LG
    Klärchen

    • Reply
      Kochmädchen
      14/10/2014 at

      Das würde mich freuen, liebes Klärchen!

  • Reply
    FrlCora
    30/05/2015 at

    Als steter stiller Kochblog-Mitleser (und ich lese viele Blogs und koche und backe auch einiges nach) kommentiere ich ansich nicht. ABER: Diese Semmeln sind die schönsten und besten, die ich jemals aus dem Ofen gezogen habe. Wunderbar knusprig aussen und fluffig innen UND Kartoffelsemmeln ;-) 1000 Dank für dieses wunderschöne Rezept, bei dem das hervorragende Ergebnis in keinster Weise den geringen Aufwand erahnen lässt!!!

    • Reply
      Jule
      30/05/2015 at

      Liebe Cora,

      es ist so schön von deiner Begeisterung zu lesen und ich danke dir sehr, dass du mir diesen wunderbaren Kommentar dagelassen hast. Für genau solch nette Rückmeldungen schreiben wir diesen Blog!

      Liebe Grüße
      Jule

  • Reply
    Julia Jahn
    21/06/2015 at

    Die Brötchen waren superlecker, Dankeschön für das tolle Rezept! Bin jetzt schon Fan eurer Seite, macht weiter so !

    • Reply
      Jule
      21/06/2015 at

      Liebe Julia,

      das ist eine schöne Rückmeldung! Toll, dass du sie gebacken und für lecker befunden hast. Und über das Lob freuen wir uns gleich nochmal mehr!

      Liebe Grüße
      Jule

  • Reply
    Back Bruder
    11/08/2016 at

    Super leckere Brötchen. Vielen Dank für das Rezept! Backe schon länger Brot und Brötchen selber. Hab mir sogar einen Brotbackautomaten gekauft. Aber nach dem Rezept stell ich ihn lieber wieder in den Schrank :D

    Liebe Grüße,
    Backbruder

    • Reply
      Jule
      15/08/2016 at

      Lieber Backbruder,

      das ist doch mal ein nettes Lob, vielen lieben Dank! :)

      Viele Grüße
      Jule

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