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Rezept und Produkttest: Pistazieneis nach Linda Lomelino mit Eiskusshaube und meine neue Eismaschine

Pistazieneis-Lomelino* Dieser Beitrag enthält Werbung. *

Jule

Hallo, ihr Lieben!

Lasst uns doch mal über euer Lieblingseis sprechen. Seid ihr eher der schokoladige, nussige oder der fruchtige Typ? Lieber Sahne, Joghurt oder erfrischendes Sorbet? Oder bitte einmal alles? :)

Bei mir ist die Frage schnell beantwortet, denn wann immer ich mich vor einer Eisdiele in beinahe kindlicher Vorfreude auf meine Bestellung vorbereite und meinen Blick über das Sortiment eiskalten Vergnügens schweifen lasse, läuft dies in der Regel so ab: Gibt es Haselnusseis? Ist Meloneneis da? Haben meine glitzernden Augen beide Varianten ausfindig machen können, so werden die restlichen Sorten zumeist geflissentlich ignoriert. Dann gibt es nur noch mich, Mrs Melone und Mr Haselnuss. Ist einer der beiden nicht anwesend, so geht es in der Rangfolge mit Pistazieneis weiter und erst dann wird in Ruhe nach dem Rest geschaut. Ich bin also der sahnig-nussig-fruchtige-Typ. :)

Mit dem Einziehen einer Eismaschine (die ich euch gleich noch genauer vorstellen werde) war demnach schnell klar, welche Sorten es als erstes in meine Waffel (ganz wichtig, kein Becher!) schaffen würden: Melone, Haselnuss, Pistazie. Die Rezepte standen schnell fest und los ging es mit Melone – was leider ein totaler Reinfall war. Meine Eismaschine machte einen wunderbaren ersten Job, allerdings stellte sich die Melone als überreif und das fertige Eis als ungenießbar heraus. Ihr könnt euch meine Enttäuschung vorstellen, nachdem ich die Grundmasse am Vortag liebevoll mit Topf und Thermometer vorbereitet hatte.

Aber ich habe nicht aufgegeben und mich im nächsten Versuch an ein Haselnuss-Eis gewagt – das war ein Traum! Nur die Nuss-Stückchen, die trotz des Passierens durch ein Sieb in der Masse verblieben sind, werden beim nächsten Versuch weiterhin reduziert (beispielsweise durch das Passieren durch ein Mulltuch). Das Rezept gibt es dennoch sehr bald, zusammen mit der Rezension zum wunderbaren Buch von Linda Lomelino, aus dem ich euch heute bereits ein weiteres Rezept vorstellen werde. Denn ihr erinnert euch: Pistazieneis stand ebenfalls auf meiner Liste. Check!

Meine Eismaschine

Eismaschine-CortinaBildquelle: Unold

Produkttest

Dank der Firma Unold bin ich nun also seit Kurzem stolze Besitzerin meiner Wunscheismaschine, denn ich durfte mir selbst ein Modell für diesen Produkttest aussuchen – vielen herzlichen Dank dafür. Nochmals!

Meine Wahl fiel schnell auf die Eismaschine Cortina* mit selbstkühlendem Prozessor und 1,5 L Fassungsvermögen – für hoffentlich wunderbar sahniges Eis ohne Vorkühlen eines Eisbereiters. Denn für den habe ich als Mama – die gern vorkocht, bevorratet und hortet -, im Eisfach schlichtweg keinen Platz.

Beim Einziehen von neuer Technik merke ich dann jedoch immer wieder, wie alt ich doch geworden bin. Denn wohingegen ich als Kind selbige sofort in Beschlag genommen und enthusiastisch ausprobiert habe, sträubt sich heutzutage etwas in mir, mich mit derartigen Dingen auseinander zu setzen. So war es auch bei der Cortina. Zwei lange Tage lang. Dann plagte mich das schlechte Gewissen und ich musste sie zumindest auspacken und aufstellen – um dann erleichtert festzustellen, dass sie genau drei zu bedienende Knöpfe besitzt. Ein/Aus, Start/Stop und Zeitwahl. Das schien selbst für einen Technikangsthasen wie mich machbar. Zudem ist die Bedienungsanleitung kurz und leicht verständlich. Hier atmete ich ein weiteres Mal auf – und rührte sodann noch am gleichen Tag die erste Grundmasse an (Melone, ihr erinnert euch …).

Unold-Cortina-TestVor dem ersten Einsatz muss die Maschine zunächst zwei Stunden am endgültigen Aufstellort stehen bleiben, damit sich die darin befindliche Kühlerflüssigkeit setzen kann. Die Eismasse muss anschließend gut gekühlt sein, bevor sie in den Behälter (ich habe ihn vor dem ersten Benutzen kurz mit heißem Wasser gereinigt) zur Eiszubereitung eingefüllt wird. Ich habe sie daher am Vortag zubereitet und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Unold-Cortina-TestUnd dann ging es auch schon los. Eismasse einfüllen, den Stecker einstecken und die Start/Stop-Taste betätigen – der Rührvorgang beginnt. Über die Zeitwahl-Taste kann die bereits voreingestellte Zeit von 60 Minuten jeweils um 5 Minuten verkürzt werden. 45 Minuten erschien mir als geeignet, deshalb stoppte ich an dieser Stelle. Nach 5 Minuten Rühren zeigte ein Lämpchen oberhalb der Tasten an, dass vortan gekühlt wurde; das Display wechselte nun stätig zwischen noch verbliebener Zeit und aktueller Temperatur. Ich war überrascht, wie leise die Maschine gegenüber meiner Vorstellung ist. Sie flüstert nicht, aber sie übertönt auch kein Gespräch, wenn es in der Küche stattfindet.

Während der Zubereitung kann die Maschine jederzeit gestoppt werden, um beispielsweise die Eiskonsistenz zu kontrollieren, oder aber weitere Zutaten hinzuzufügen. Zwar ist im Deckel ein Fenster eingelassen, das jedoch recht klein für beispielsweise großzügig-leckere Schokostückchen erscheint (unter Zuhilfenahme eines Messbechers mit schmalem Ausgießer erscheint dies jedoch gut möglich, probiert habe ich es aber noch nicht).

Intelligent ist die Maschine auch noch. Sollte der (schrille und nicht überhör- oder undeutbare) Signalton erklingen und das Eis nicht sofort entnommen werden, schaltet sich die Maschine zunächst aus, nach zehn Minuten aber wieder an, um das Eis weiter zu kühlen. Beim Pistazieneis, das während des Mittagsessens fröhlich vor sich hinpfiff, hat mir diese Funktion gute Dienste geleistet.

 

Ja, und wie schmeckte das Eis? Ich meine, seht es euch an! Es war wunderbar! Cremig und angenehm fest in der Konsistenz. Man hätte es bereits so löffeln können, doch ich habe ihm noch einige Stunden im Gefrierfach gegönnt, es dann vor dem Verzehr kurz antauen lassen.

Die Reinigung der Maschinenteile ist äußerst einfach – denn es sind ja nur zwei (exklusive Deckel, der sauber blieb). Der Eisbehälter sowie das Rührelement werden einfach mit warmem Wasser und etwas Spüli gereigt.

Eismaschine-Cortina

Bildquelle: Unold

Fazit

Die Eismaschine Cortina von Unold ist mit ihren drei Bedientasten, der kompakten und leicht verständlichen Bedienungsanleitung und den unkompliziert zu reinigenden Eisbereitungsteilen eine bedienfreundliche, überraschend leise Maschine, die innerhalb von 45 Minuten fein cremiges Eis herstellt. Sie ist Dank des selbstkühlenden Kompressors in der Lage, nacheinander verschiedene Sorten Speiseeis herzustellen, ohne dass sie oder Teile von ihr zwischenzeitlich herunterkühlen müssen. Das fertige Eis besitzt eine mittelfeste Konsistenz und kann entweder sofort genossen oder für wenige Stunden im Gefrierfach nachgefroren werden, damit sich aus ihm schöne Kugeln formen lassen. Die Nachkühlfunktion, die zehn Minuten nach Fertigstellung des Eises einsetzt, erlaubt es, das Eis auch nach dem vorläufigen Ende der Zubereitungszeit in der Maschine zu belassen, ohne, dass dieses schmilzt.

Eine tolle Maschine mit der ich rundum zufrieden bin!

Rezept

Pistazieneis-LomelinoPistazieneis nach Linda Lomelino

Das Eis schmeckt sehr leicht und cremig, nach frischen, grünen Pistazien und ist nicht zu süß. Nach dem Passieren der Grundmasse durch ein Sieb bleiben allerdings feine Pistazienstückchen im späteren Eis enthalten, die man mögen muss – oder aber durch Mehrfachpassieren bzw. das Sieben durch ein Mulltuch vollständig entfernt.

Zutaten

Für das Eis

85 g geschälte Pistazien
100 ml heißes Wasser
400 ml Vollmilch (3,8 % Fett)
2 EL Speisestärke
80 g Zucker
1 Tl Vanilleextrakt (Jule: Mark einer Vanilleschote)

Zubereitung

Die Pistazien im Mixer fein mahlen, anschließend mit dem heißen Wasser zu einer Paste verrühren und nochmals cremig pürieren.

100 ml der Milch mit der Speisestärke sowie dem Zucker glatt rühren, die restliche Milch bis zum Siedepunkt erhitzen. Die Speisestärke-Mischung hinzufügen und sanft köcheln lassen, bis die Masse eindickt (dies dauert etwa 5 bis 10 Minuten). Anschließend etwas abkühlen lassen und schließlich mit dem Pistazienpüree sowie dem Mark der Vanilleschote verrühren. Die Grundmasse im Kühlschrank über Nacht durchkühlen lassen, dann durch ein Sieb streichen (besser durch ein Mulltuch), um die Pistazienstückchen bestmöglich zu entfernen.

Die Masse in der Eismaschine nach Anleitung des Herstellers gefrieren lassen (bei mir brauchte es ca. 45 Minuten). Sofort genießen, oder das Eis im Gefrierfach nachfrieren lassen, um schöne Kugeln formen zu können.

Für die Eiskusshaube

Schokolade und Kokosfett sorgen in Verbindung mit dem kalten Eis für eine knackige Schokoschicht. Ich empfehle, neutrales Kokosfett zu verwenden, falls ihr einen zusätzlichen Kokosgeschmack nicht wünscht.

Zutaten

Kuvertüre oder Schokolade nach Wunsch
Neutrales Kokosfett (z.B. dieses hier: Rapunzel neutrales Kokosfett*)

Zubereitung

Ich habe in einen EL geschmolzene Schokolade einen TL Kokosöl gerührt. Die Schokomasse erstarrt sofort, wenn man das Eis darin eintunkt, oder sie in Streifen darüber zieht.

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Jetzt seid ihr dran, mir zu verraten, welche eure Lieblings-Eissorte ist. Vielleicht sogar das Plätzchen, wo ihr sie gerne genießt. :) Und dann war ja noch die Eistyp-Frage (nussig, schokoladig, fruchtig oder doch lieber Joghurt) …

Liebe Grüße

Jule1

*Amazon Affiliate Link: Wenn ihr die Produkte über den Link kauft, erhalte ich eine kleine Provision, ihr zahlt jedoch nur den angegebenen Kaufpreis.

** Die Eismaschine Cortina wurde mir von der Firma Unold kostenlos für einen Produkttest zur Verfügung gestellt. Da ich mir das Modell selbst aussuchen durfte, habe ich mit der Maschine meine Wunscheismaschine erhalten, was meine Beurteilung im Test jedoch nicht beeinflusst hat.

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6 Kommentare

  • Reply
    Ines
    08/07/2015 at

    Liebe Jule,

    das klingt ja sehr lecker und die Idee mit der Schokohaube ist toll. Das muss ich unbedingt auch ausprobieren. Ich habe seit letztem Jahr auch eine Eismaschine.
    Da ich eine Laktoseintoleranz habe, weiche ich in Eisdielen auf Fruchteissorten aus. Mit der eigenen Eisdiele mach ich aber auch gern mal Vanilleeis oder andere Milcheissorten.
    Meine Lieblingssorten sind Erdbeere, Heidelbeere und Zitrone.
    Demnächst will ich mal Frozen Yoghurt ausprobieren.

    Liebe Grüße
    Ines

    • Reply
      Jule
      09/07/2015 at

      Liebe Ines,

      so eine Laktoseintoleranz ist schlimm. Eine Bekannte von mir muss sogar bei Wurst aufpassen, weil jede noch so kleinste Spur von Laktose bei ihr schlimme Krämpfe auslöst. Schön, dass du mit deiner Eismaschine für dich eine Lösung gefunden hast, um zumindest auf Eis nicht verzichten zu müssen.
      Frozen Yoghurt muss ich auch unbedingt probieren. Mit Eiskusshaube. :)

      Lass bitte von dir hören, falls du eines der Rezepte ausprobierst! :)

      Liebe Grüße
      Jule

  • Reply
    Claudia
    08/07/2015 at

    hmmm, sieht lecker aus. Ich mag Pistazieneis am liebsten, das Rezept werde ich schnellst möglich testen, muss nur noch Pistazien kaufen.

    • Reply
      Jule
      09/07/2015 at

      Liebe Claudia,

      ich bin gespannt, wie der Geschmackstest ausfallen wird. :)

      Liebe Grüße
      Jule

  • Reply
    Sandra Gu
    09/07/2015 at

    Das schaut großartig aus! Alleine schon die Farbe ist toll :)

    Und ich überlege jetzt weiter, ob ich mir doch noch eine Eismaschine anschaffe oder nicht… Habe zur Zeit noch ein Akku-Gerät.

    • Reply
      Jule
      09/07/2015 at

      Wenn du gerne selbst viel Eis zubereitest – vor allem regelmäßig -, dann lohnt sich eine Anschaffung, würde ich sagen. Ich habe einfach keinen Platz im Eisfach, um irgendwelche Teile vorzukühlen, deshalb bin ich zufrieden, dass gleich ein Kompressor-Maschinchen bei mir eingezogen ist.

    Lasst uns einen Kommentar da und wir freuen uns wie wild! :-)